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Familie

Mein Weg – Meine Geschichte

Ich bin in einem kleinen Dorf in Bayern aufgewachsen und habe das Landleben von klein auf geliebt. Besonders die Zeit mit meiner Mutter hat mich geprägt – wir waren viel im Wald unterwegs und haben aus Stöcken kleine Hütten gebaut. Diese Momente gehören zu den schönsten Erinnerungen meiner Kindheit.

Doch mein Leben nahm früh eine andere Richtung. Meine Schwester und ich wurden aus unserer Familie herausgenommen und in eine Pflegefamilie gebracht. Mit etwa fünfeinhalb Jahren kamen wir in ein SOS-Kinderdorf. In dieser Zeit waren wir füreinander der wichtigste Halt und haben uns gegenseitig Kraft gegeben.

Mit 12 Jahren wurde ich allein in ein anderes Heim in einem anderen Bundesland gebracht. Von da an war mein Leben von vielen Veränderungen geprägt. Nach zwei Jahren ging es weiter – immer wieder neue Orte, neue Einrichtungen, Notunterkünfte, kurze Aufenthalte bei meiner Mutter und schließlich eine Eins-zu-eins-Betreuung. Ständige Wohnort- und Schulwechsel machten es mir schwer, irgendwo wirklich anzukommen. Freundschaften und Vertrauen aufzubauen war kaum möglich.

Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen Erzeugern, und auch der Kontakt zu einem Großteil meiner Familie ist abgebrochen. Diese Erfahrungen haben mich geprägt, aber sie definieren mich nicht.

Ich gehe heute meinen eigenen Weg. Mein größter Wunsch ist es, mir eine eigene Familie aufzubauen – eine Partnerin und Kinder. Ich möchte meinen zukünftigen Kindern das geben, was mir oft gefehlt hat: Geborgenheit, Stabilität und ein echtes Zuhause.

Mein Leben war nicht immer einfach, aber genau das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin – jemand, der nach vorne schaut und aus seiner Vergangenheit Stärke zieht.